(OOC: Die Musik dazu:
http://www.youtube.com/watch?v=H2-1u8xvk54)
Melina folgte einer Wildschweinfährte durch die herrliche Kulisse des gridanischen Waldes.
Sie beobachtete auf dem Weg, wie die satten grünen Blätter der Baumkronen in einer frischen Brise umher schaukelten und die wenigen Sonnenstrahlen, die bis zum Waldboden reichten, tanzen ließen.
Jungvögel hüpften durch das Blattwerk und trällerten ihre Symphonien.
Melina stiefelte an einem Tümpel vorbei setzte sich ans Ufer.
Ihr Farbensänger Funkel begleitete sie und ließ sich durch den sanften Wind gleiten.
Melina schauten den Libellen zu, wie sie ihre Kreise über dem Tümpel zogen und in Regenbogenfarben funkelten, sobald sie hin und wieder von Sonnenstrahlen getroffen wurden.
Frösche gaben zwischen den Seerosen ein Konzert und versuchten sich quakend zu überstimmen.
Das Wasser des Tümpels war nur an den seichten Rändern wirklich schlammig und trüb, wie es sich nun mal für einen ordentlichen Waldtümpel gehörte.
Schilf zog sich an den Rändern entlang, inmitten Melina einen kleinen Molch erspähte. Wie ein kleines Krokodil schaute er neugierig mit großen kullernden Augen zwischen den Schilfblättern hervor. Der Molch war mit der braunen Haut sehr gut getarnt. Nur seine Augen, grün wie Edelsteine, funkelten auffällig hervor.
Doch dann stieß er sich vom schlammigen Rand ab und mit einem eleganten Schwung tauchte er hinab in die Tiefe.
Melina beugte sich vor und blickte in den Tümpel hinein. Der Tümpel war viel mehr als nur ein Wasserloch.
Sie sah mit Algen bedeckte Steine. Sie stellte sich vor, wie der kleine Molch sich auf den Steinen ausruhen und sich aus den Algen eine Hängematte flechten würde, um darin von einem riesigen See zu träumen. Der Molch würde auch Dinge, die in den Tümpel fielen sammeln, die er wie einen Goldschatz hüten könnte.
Damit dem Molch trotz des Träumens und des Hütens nicht langweilig wurde hatte er ja genug Gesellschaft bei all den Fröschen und Libellen.
Sollte sich der kleine Molch aber doch eher nach einem Artgenossen sehnen, dann könnte er durch schlammige Tunnel in andere Nachbartümpel krabbeln.
Und Schwups kam der Molch mit den funkelten Augen an die Wasseroberfläche geschwommen um die herrlich frische Waldluft zu schnuppern.
Es war ein wirklich magischer und wundervoller Ort für den Molch.