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FFXIV Märchen "Der Elbenprinz"

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DER ELBENPRINZ
Ein Märchen, wie sie von Elezen erzählt wird

Vor langer Zeit lebten drei Völker in Frieden und Harmonie. Es war das Königreich des Dreigestirns.
Am Rande der Mauern lebten die Menschen mit ihren Festungen aus Stein.
Die fleißigen Zwerge wohnten in kleinen Dörfern am Fuße des Dunkelbergs.
Und in den prächtigen Wäldern und Gärten war die Heimat der Elben.
Sie alle lebten lange Zeit unter dem Schutz des weisen und gütigen Elbenkönigs in Frieden.

Eines Tages fingen die Zwerge an tief in den Dunkelberg zu graben, um ihr eigenes Reich zu gründen.
Dabei fanden sie den Schatz des Berges: Gold, Silber, Juwelen und viele andere Kostbarkeiten.
Die Elben formten daraus die schönsten Schmuckstücke und das Königreich erstrahlte im schönsten Glanz. Dennoch war der Elbenkönig zutiefst besorgt. Denn der Schatz des Berges machte die Menschen gierig und die Zwerge übermütig. Dies entging auch seinem Sohn nicht, dem Elbenprinzen. Doch was sein Vater, der König nicht konnte, lag auf den Schultern des Prinzen.

Der Elbenprinz zog sein Heer zusammen und ging mit ihnen zum Dunkelberg.
Dies entging auch nicht den Menschen, welche eine größere Armee entsandte.
Jedoch nicht zum Dunkelberg, sondern in die Wälder der Elben. Und töteten den Elbenkönig.
Erschüttert durch den Verrat zog er in einen fürchterlichen Krieg, der einen hohen Preis forderte.
Als eine der letzten Elben verbannte er die Menschen für immer aus dem Königreich und vertrieb die Zwerge aus dem Berg. Den Zwergen nahm er jeden Edelstein und jede Goldmünze und gab es dem Dunkelberg zurück. Er hoffte, den Fluch des Berges Einhalt zu bieten. Doch es war bereits zu spät.

Die Gier nach Gold lockte etwas weitaus Abscheulicheres an. Der Prinz schickte seine letzten Soldaten zum Berg. Aber die feuerspeiende Bestie verbrannte die Elben mit einem einzigen Flammenstrahl.
Mutig kämpfte der Prinz gegen das Drachenvieh, doch nichts konnte er ausrichten.
Verwundet und erschöpft schleppte sich der letzte Elb in die Ruinen im Wald. Und ruhte.
In Gedanken an seinen Vater. Und das einst stolze und prächtige Reich der Elben, das nun in Trümmern lag. Er verfluchte die Gier der Menschen und auch die Neugier der Zwerge. Ebenso das Gold.
Er schwor sich, dass es nie wieder Unheil anrichten solle.

Der Elbenprinz ritt durch die Dörfer und Städte und bot jedem mutigem Söldner und Dieb eine Belohnung an: Reichtum und Ruhm demjenigen, der das Drachenvieh in die Flucht schlägt und seinen Schatz wieder bringt. Keine Menschenseele kam jedoch nie vom Dunkelberg zurück. Und auch keiner der Zwerge traute sich. Jedoch gab es einen Zwerg, der sich dem Feuerdrachen stellen wollte. Ein armer Schmied. Der kleine Zwerg verließ sein Dorf und der Elbenprinz verweilte derweil im Zwergen-Dorf.
Etliche Tage später kam der Zwerg zurück. Stolz verkündete er, wie er die Bestie gefangen nahm und verwundet habe. Als Beweis überreichte er dem Prinzen ein Säckchen Goldmünzen und eine blutige Schuppe des Drachen.

Der Zwerg überreichte dem Prinzen Schwert, Schild und eine Rüstung, die er aus dem Berg erbeutet habe. Ebenso wie eine Phiole einer feuerfesten Essenz, welche den Prinzen vor den Flammen schützen solle. Hoffnungsvoll ritt der Elb zum Dunkelberg um sich ein weiteres mal dem Drachen zu stellen.

Dort fand er es. Verletzt und zusammengekauert lag es angekettet in der dunkelsten Ecke. Vor Angst zitternd wie eine Frau. Der Prinz trank die Phiole aus und zog sein Schwert. Er rannte auf die Drachin zu, ohne zu ahnen, dass der Zwerg ihn betrogen hatte. Seine Rüstung war schwer wie Blei, die Klinge zerbrach wie Glas. Das Gift, dass er zu sich nahm, machte seine Beine schwer. Das Drachenvieh riss sich von seiner Kette. Mit letzter Kraft hob der Prinz seinen Schild, doch es schmolz unter der Hitze.

Die Drachin grollte den zum Tode geweihten Elbenprinzen an. Doch der Prinz richtete sich auf und appellierte an sie. Mutig sprach er, wie er sich von ihrer Macht überzeugen wolle und sie sein Leben beenden soll, bevor das Gift es täte. Er bat sie, das Gold zu behalten, aber sich dafür den bösen Zwerg zu holen: Den, der sie beide verraten hatte. Beeindruckt von der Selbstlosigkeit und Ehrlichkeit des Elbenprinzen hielt die Drachin ihr Wort. Sie verbrannte ihn zu Asche, bevor das Gift ihn ersticken ließ. Dann zog sie los und nahm sich den hinterlistigen Schmied. Sie verschleppte ihn in den Berg, verschloss die Tore. Seither traute sich niemand mehr auch nur in die Nähe des verfluchten Berges.
Und so wurde der Elbenprinz zu dem Helden, der das Unheil für immer im Dunkelberg bannte und Frieden wieder ins Land einkehren konnte.
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